Was geschieht bei einem Trau­ma?

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Was geschieht bei einem Trau­ma?

Ein trau­ma­ti­sches Ereig­nis ver­letzt den geschütz­ten Raum eines Lebe­we­sens und führt zu einer Dys­re­gu­la­ti­on in ver­schie­de­nen Berei­chen des mensch­li­chen Sein — Erle­bens.

Im auto­no­men Ner­ven­sys­tem, dem hoch kom­ple­xen Selbst­schutz­sys­tem, kom­men nach­hal­tig Vor­gän­ge durch­ein­an­der, die sich von allein nicht wie­der in ihren ursprüng­li­chen aus­ge­gli­che­nen Zustand zurück­brin­gen kön­nen.

Ein trau­ma­ti­sches Erle­ben kann sowohl eine Immo­bi­li­sa­ti­on bestimm­ter nerv­li­cher und damit auch mus­ku­lä­rer Struk­tu­ren bewir­ken, als auch eine chro­ni­sche Über­er­re­gung. In bei­den Fäl­len ist ein Teil der eige­nen Ener­gie gebun­den als Trau­ma­ti­sie­rung im Ner­ven­sys­tem.

Eine Trau­ma­ti­sie­rung kann sich in einem grund­le­gen­den Ver­lust der Fähig­keit, Erre­gungs­zu­stän­de selbst regu­lie­ren zu kön­nen, zei­gen.

Wei­ter­hin kann die Ori­en­tie­rung in der Gegen­wart und damit das Ver­mö­gen am Leben teil­zu­neh­men, schwie­rig wer­den.

Was kön­nen trau­ma­ti­sche Reak­tio­nen sein?

Das Erle­ben eines Trau­mas und eine dar­aus fol­gen­de Ver­let­zung kann eine Viel­zahl an Reak­tio­nen mit sich brin­gen.

Trau­ma­ti­sche Reak­tio­nen kön­nen Schlaf­lo­sig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Ängs­te, Unfä­hig­keit zur Ent­span­nung, anhal­ten­de Gereizt­heit oder Gefühl­lo­sig­keit sein.

Anhal­ten­de Trau­er, Flash­backs von Bil­dern, Alp­träu­me und eine vage Emp­fin­dung, dass Lebens­en­er­gie zwar da ist, aber nicht für wil­lent­lich gesteu­er­te Tätig­kei­ten zur Ver­fü­gung steht, son­dern für die Kom­pen­sa­ti­on von Unru­he- und Angst­zu­stän­den oder Abwehr­maß­nah­men ein­ge­setzt wer­den muss.

Der Ver­lust der Wahl­frei­heit und eine Ein­engung des Wun­sches nach neu­en Erfah­rungs­mög­lich­kei­ten in ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­chen wer­den oft als Fol­ge eines Trau­mas erlebt.